Satzungen

§ 1 Name und Sitz des Vereines


Der Verein führt den Namen „Geschichtsverein für Kärnten“, hat seinen Sitz in Klagenfurt und dient gemeinnützigen Zwecken. Die Tätigkeit des Vereines ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.


§ 2 Zweck des Vereines


Der Zweck des Vereines ist die Pflege der Geschichte Kärntens, die Vertiefung des Verständnisses für das Werden der historischen Einheit des Landes und die Stärkung des Bewusstseins der Zusammengehörigkeit aller Kärntner. Um diesen Zweck zu erreichen, macht sich der Verein zur Aufgabe:

a) die Erforschung der Quellen und Denkmale der Geschichte Kärntens,

b) die Konservierung und Sicherung solcher Denkmale, sofern dies nicht andere Körperschaften besorgen,

c) die Unterstützung von Forschungen und Arbeiten auf dem Gebiete der Landeskunde,

d) durch wissenschaftliche Vorträge und Exkursionen das Interesse für die Geschichte der Heimat anzuregen, zu fördern und zu vertiefen,

e) die Herausgabe der Zeitschrift „Carinthia I“, des „Archives für vaterländische Geschichte und Topographie“, „Aus Forschung und Kunst“ und weiterer Publikationen,

f) mit anderen wissenschaftlichen Vereinen und Anstalten in Verkehr zu treten,

g) allenfalls Auszeichnungen und/oder Preise zu vergeben.


§ 3 Vereinsmittel


Die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes werden aufgebracht durch:

a) die von der Mitgliederversammlung beschlossenen Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge,

b) Förderungsbeiträge (Spenden) und Subventionen,

c) Vertragssubvention vom Lande Kärnten Zl. K-159/11/74 vom 16. 12. 1974 als Gegenleistung für die vom Geschichtsverein in das Landeseigentum übergebenen Werte.

Die Sammlungen des Vereines sind dessen Eigentum und können nicht als Pfand bestellt werden.

Als Sammlungen des Vereines gelten sinngemäß nur die ihm nach Übergabe seiner Museums-, Archiv- und Bibliotheksbestände an das Land Kärnten (§ 3c) verbliebenen Bestände der Publikationen, sein Grundbesitz in Karnburg und die Legate, die sich der Verein vorbehalten hat oder die ihm in Zukunft noch zufallen sollten.


§ 4 Mitgliedschaft


Die Mitglieder des Vereines sind ordentliche oder Ehrenmitglieder; es können physische oder juristische Personen sein.

Die Mitgliedschaft gliedert sich folgend:

a) Ordentliches Mitglied kann werden, wer dem Verein beizutreten wünscht, den Vereinszweck bejaht und die Beitrittsgebühr bezahlt. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden; dagegen stehen keine Rechtsmittel zu.

b) Ehrenmitglied kann werden, wer sich um den Verein und dessen Ziele hervorragende Verdienste erworben hat und dem der Verein für besondere Leistungen seine Anerkennung zum Ausdruck bringen will. Die Ehrenmitglieder werden von der Mitgliederversammlung mit Stimmenmehrheit über Vorschlag des Vorstandes im Einvernehmen mit dem Beirat gewählt.


§ 5 Pflichten und Rechte der Mitglieder


a) Die ordentlichen Mitglieder übernehmen die Verpflichtung, die Zwecke des Vereines nach Kräften zu fördern und die festgesetzten Beiträge zu leisten.

Jedes Mitglied hat in der Mitglieder- bzw. außerordentlichen Mitgliederversammlung bei Anwesenheit eine Stimme.

Die Mitglieder erhalten unentgeltlich die Zeitschrift „Carinthia I“; sie haben das Recht zum verbilligten Bezug von Publikationen des Geschichtsvereines.

b) Die Ehrenmitglieder brauchen keinen Mitgliedsbeitrag zu leisten, genießen jedoch alle Rechte der ordentlichen Mitglieder.


§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft endet

a) durch Tod,

b) durch Austritt. Dieser ist nur zum Jahresende möglich und muss schriftlich erklärt werden;

c) durch Ausschluss, wenn der Mitgliedsbeitrag während zweier aufeinanderfolgender Jahre nicht bezahlt wurde; wenn ein Mitglied das Ansehen des Vereines schädigt oder gegen Satzungen verstößt. Der Ausschließungsbeschluss wird vom Vereinsvorstand gefällt. Ausgeschlossenen steht das Recht auf Anrufung des Schlichtungsausschusses zu.


§ 7 Organe des Vereines sind:


a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand

c) der Beirat

d) die Rechnungsprüfer

e) der Schlichtungsausschuss

Die Vereinsorgane üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Sie können jedoch Abgeltungen für Aufwendungen im ausschließlichen Interesse des Vereines erhalten.


§ 8 Die Mitgliederversammlung


Die Mitgliederversammlung ist vom Direktor im ersten Halbjahr jedes Geschäftsjahres einzuberufen.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist nach Ermessen des Direktors, über Beschluss des Vorstandes im Einvernehmen mit dem Beirat oder über Antrag von mindestens 10% der Mitglieder oder auf Antrag der Rechnungsprüfer einzuberufen. Sie hat eine genaue Tagesordnung, die Zeit und den Ort zu enthalten.

Der Zeitpunkt der Mitgliederversammlung ist mindestens acht Tage vorher bekannt zu geben. Jeder Antrag, welcher in der Versammlung zur Beratung kommen soll, muss mindestens von 3 Mitgliedern unterstützt und drei Tage vorher dem Vereinsvorstand schriftlich bekannt gegeben werden.

Mit Ausnahme der Beschlüsse über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereines, für welche eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, werden alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit gefasst.

Stimmberechtigt sind alle anwesenden Mitglieder des Vereines. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der ordentlichen Mitglieder anwesend ist. Ist zur festgelegten Stunde der Mitgliederversammlung die Beschlussfähigkeit nicht gegeben, so tritt diese eine halbe Stunde später unabhängig von der anwesenden Mitgliederzahl ein. Dieser Punkt ist in die Tagesordnung der Mitgliederversammlung aufzunehmen.

Der Mitgliederversammlung sind vorbehalten:

a) die Wahl des Vorstandes: Direktor, Sekretär, Kassier, deren Stellvertreter und der Rechnungsprüfer;

b) die Ernennung von Ehrenmitgliedern über Vorschlag des Vorstandes im Einvernehmen mit dem Beirat;

c) die Entgegennahme des administrativen Jahresberichtes;

d) die Entgegennahme des Jahresrechnungsberichtes und des Berichtes der Rechnungsprüfer;

e) die Entlastung des Kassiers;

f) die Bewilligung zur Aufnahme von Darlehen;

g) die Abänderung der Vereinssatzungen;

h) die Auflösung des Vereines.


§ 9 Der Vorstand


Der von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von sechs Jahren gewählte Vorstand besteht aus:

a) dem Direktor und seinem Stellvertreter

er vertritt den Verein nach außen, beruft die Mitgliederversammlung, den Vorstand sowie den Beirat zur gemeinsamen Beratung mit dem Vorstand ein und führt bei den Beratungen den Vorsitz. Im Verhinderungsfalle wird er durch den von der Mitgliederversammlung gewählten Direktor-Stellvertreter vertreten. Bei Stimmengleichheit im Vorstand entscheidet seine Stimme.

b) dem Sekretär und seinem Stellvertreter

er leitet die Vereinskanzlei. Ihm obliegt die Führung der Korrespondenz des Vereines, der Protokolle bei den Sitzungen und Versammlungen, der Vereinsmatrikel und sonstiger Aufzeichnungen.

Er erstellt den administrativen Jahresbericht und gegenzeichnet alle Schriftstücke des Vereines. Im Verhinderungsfalle wird er durch seinen Stellvertreter vertreten.

c) dem Kassier und seinem Stellvertreter

er sorgt für die Einhebung der Mitgliedsbeiträge, führt Buch über sämtliche Einnahmen und Ausgaben und leistet die Zahlungen aus der Vereinskasse, entsprechend den Anordnungen des Vorstandes. Im Verhinderungsfalle wird er durch seinen Stellvertreter vertreten. Alle Ausgaben müssen jeweils von zwei Zeichnungsberechtigten gegengezeichnet sein. Über die Zeichnungsberechtigung beschließt der Vorstand. Er verfasst den Jahresrechnungsbericht, welcher durch die Rechnungsprüfer geprüft und der Mitgliederversammlung vorgelegt wird.


Dem Vorstand obliegt:

die Leitung des Vereines,

die Verwaltung des Vereinsvermögens,

die Bestellung der Schriftleiter der Vereinspublikationen und deren fakultative Kooptierung in den Vorstand,

die Beratung und Entscheidung in allen Angelegenheiten, welche nicht der Mitgliederversammlung oder dem Beirat vorbehalten sind.

Zur Unterstützung der Tätigkeiten des Vorstandes und zur Besetzung der Vereinskanzlei kann der Vorstand einen geschäftsführenden Administrator bestellen, welcher seinen Anordnungen untersteht.

Der Vorstand wird vom Direktor je nach Notwendigkeit, mindestens aber einmal im Vierteljahr zu regelmäßigen Sitzungen einberufen.

Der Vorstand hat in jeder Mitgliederversammlung die Mitglieder über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereines zu informieren. Eine solche Information ist auch außerhalb der Mitgliederversammlung binnen vier Wochen zu geben, wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt.


§ 10 Der Beirat besteht aus


Persönlichkeiten des öffentlichen und wissenschaftlichen Lebens, die vom Vorstand kooptiert werden.

Dem Beirat obliegen:

a) die wissenschaftliche und materielle Beratung des Vorstandes,

b) alle vom Vorstand zur Entscheidung vorgelegten Angelegenheiten,

c) von sich aus Stellungnahmen zu grundsätzlichen Fragen des Vereinszweckes abzugeben,

d) Vorschläge für die Neubestellung von Beirats-Mitgliedern

e) Vorschläge zu erstatten, die geeignet erscheinen, die Vereinszwecke zu fördern oder die Kontakte zu öffentlichen Stellen und zur geschichtsinteressierten Bevölkerung zu verbessern,

f) Vorschläge von Ehrungen für die Mitgliederversammlung

g) Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Einvernehmen mit dem Vorstand

h) Beratung und Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme zu Anträgen auf Abänderung der Satzungen

i) Entscheidung im Einvernehmen mit dem Vorstand in allen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis.

Der Beirat nominiert Anlass bezogen aus seinen Reihen einen Sprecher, der auch die Arbeiten nach innen koordiniert. Der Beitrat tritt zur Arbeitssitzung zusammen. Er wird vom Direktor je nach Notwendigkeit, mindestens aber einmal jährlich zu Sitzungen einberufen.

Zur Gültigkeit seiner Beschlüsse ist die Anwesenheit von mindestens 3 Mitgliedern und absolute Stimmenmehrheit erforderlich.


§ 11 Die Rechnungsprüfer


Den von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 6 Jahren gewählten zwei Rechnungsprüfern obliegt:

a) die laufende, rechnerische Kontrolle der Gebarung,

b) die Überprüfung des Jahresrechnungsberichtes vor der Vorlage zur Mitgliederversammlung.

Zu diesem Zwecke sind sie berechtigt, jederzeit in das Kassabuch und die dazugehörigen Belege Einsicht zu nehmen.

Sie haben über das Ergebnis der Überprüfung dem Vorstand und der Mitgliederversammlung zu berichten.

Die Rechnungsprüfer haben nicht nur das Recht die Einberufung einer ao. Mitgliederversammlung zu beantragen, sie können bei schwerwiegenden Verstößen des Vorstandes gegen Rechnungslegungspflichten auch selbst eine solche einberufen.


§ 12 Der Schlichtungsausschuss


In allen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis entscheidet der Vorstand im Einvernehmen mit dem Beirat. Gemeinsam können Sie zu ihrer Beratung in wichtigen Fällen einen Schlichtungsausschuss aus den Mitgliedern des Vereines berufen. Jeder Streitteil macht zwei Mitglieder für seine Vertretung namhaft, diese wählen ein weiteres Mitglied zum Obmann. Die Beschlüsse dieses fünfköpfigen Schlichtungsausschusses werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst und sind endgültig.


§ 13 Geschäftsjahr des Vereines


ist das laufende Kalenderjahr.


§ 14 Satzungsänderungen


Anträge auf Abänderung der Satzungen sind samt allfälliger schriftlicher Stellungnahme des Beirates der Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Zur Gültigkeit solcher Beschlüsse ist die Zustimmung von wenigstens zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder erforderlich.


§ 15 Auflösung des Vereines

Die Auflösung des Vereines kann erfolgen:

a) wenn zwei Drittel sämtlicher Vereinsmitglieder den Auflösungsbeschluss fassen,

b) durch die Behörde aufgrund gesetzlicher Verfügungen.

Im Falle der Auflösung des Vereines fallen dessen Sammlungen und sein Inventar an das Land Kärnten als unveräußerliches, unter keiner Bedingung aus dem Lande zu entfernendes Eigentum. Über das noch vorhandene Barvermögen verfügt die Mitgliederversammlung. Jedenfalls muss das Barvermögen für gleiche Zwecke, wie sie der Geschichtsverein verfolgt hat, verwendet werden.